Burg in Schottland, Grisaille

Öl, mit einer Lasur aus Chromoxidgrün feurig.
Eine geheimnisvolle Geschichte.
Im April verreiste ich für eine Woche mit Arbeitskollegen nach Schottland.
Die Weite und Stille der Highlands war wundervoll. Die Strassen einsam. Einige Schafe kreuzten hier und da unseren Weg. Die Tagestemperatur kletterte auf max. 5 Grad Celsius, weshalb ich weiterhin Winterkleidung trug.
(Die hiesigen Schotten allerdings nicht.) 🙂
Bewaffnet mit einem Sandwich setzten wir uns auf eine Bank. Verträumt sah ich mir die Burg an und ließ sie auf mich wirken, als neben mir kleine Kinder auftauchten. Sie rannten herum und lachten…und setzten sich auf den Boden. Gerade als ich etwas auf der Bank rutschen wollte, um ihnen einen Platz anzubieten, kamen die Eltern und breiteten eine Decke auf dem Boden aus. Picknickkörbe und Getränke wurden aufgestellt. Es wurde gespielt und ihre geröteten Wangen leuchteten.
Ich fühlte mich entrückt und in der Zeit versetzt, als wäre es hier schon immer so gewesen.
Der Anblick der Burg verstärkte dieses Gefühl. Mauern, mehrere Meter dick. Die Steine, alt und verwittert, erzählten ihre geheimnisvolle Geschichte von Menschen, die wie Schatten durch die Burg zogen.
Geheimnisvoll wollte ich sie dann auch malen.